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Podcast / conversationAl Dente Entertainment· 5 juin 2025 62 minComplaisantPortrait personnelNumériqueTravail & emploiÉconomie & entreprises

Als Tenniscrack ins Crackviertel – André Soulier in "Lebenslauf Unzensiert" – TEIL 1

Source d'origine 2 locuteurs

Transcription Whisper (large-v3), avec identification des locuteurs. À recouper avec la source d'origine.

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Générée par IA — peut contenir des erreurs. Méthodologie

Chapitres

Répartition du ton (temps de parole politique)

Propositif 68 %Défensif 8 %

Questions et réponses

Taux de réponse directe : 100 % (directe = 1, partielle = 0,5, éludée = 0)

  • 1:22OuverteRéponse directe

    André, was ist denn das Performance-Marketing?

  • 2:00OuverteRéponse directe

    Also es geht übersetzt auch um Vertriebsthemen.

  • 2:51OuverteRéponse directe

    Was sind KPIs?

  • 3:46OuverteRéponse directe

    Jetzt sprechen wir mal über dich. Wo kommst du denn ursprünglich her, André?

  • 4:40OuverteRéponse directe

    Erzähl mir was über deine Eltern. Was machen die?

  • 7:32OuverteRéponse directe

    Wie war deine Kindheit?

Affirmations vérifiables (citations exactes)

  • 2:26InvitéChiffre
    « Der Umsatz ist eigentlich der KPI, der für uns, und wir nennen das KPI, der für uns oft entscheidend ist. »
  • 5:23InvitéFait
    « Mein Vater kommt im Prinzip, wie ich auch schon gesagt habe, ist auch in Deutschland geboren. Ist in Bretten oder in Karlsruhe geboren und war ursprünglich Schlosser und hat sich hoch gearbeitet zum Vertriebschef von einem großen internationalen Unternehmen. »
  • 17:45InvitéFait
    « Ich habe viele Jugendturniere gewonnen in der Jugend. Habe dann offene internationale Europameisterschaften und wie man das alles so nennt, solche Turniere habe ich dann überraschenderweise gewonnen. »
  • 19:55InvitéFait
    « Ich habe damals auch in Leimen trainieren dürfen. »
  • 21:07InvitéChiffre
    « Ein Stipendium. »
  • 22:10InvitéFait
    « Da war so ein Obststand und ihr habt ja Obststand Didi, die bekannte Werbung gemacht und da musst du dir vorstellen, dieser Obststand war da und da waren die ganzen, das ganze Obst über Nacht, der hat einfach nur eine Kasse hingestellt. Die Leute konnten die Kunden ihre Äpfel holen und haben das Geld da hingelegt und auch das Geld, morgens lagen da 20, 30 Dollar, das hat niemand weggenommen. »
  • 26:53InvitéFait
    « Ich hatte keine Green Card und ich hatte auch kein Housing beim Stipendium Inclusive, das heißt, ich musste mir eine Wohnung suchen. »
  • 29:25InvitéFait
    « please stay in your apartments. It's not safe to come out. Don't open your doors. Stay in your apartment. »
  • 29:56InvitéFait
    « Haben sie den Most Wanted in Amerika, vielleicht 30 Meter von meiner Wohnung weg, verhaftet. »
  • 31:21InvitéChiffre
    « Ich habe meinen Bachelor dort gemacht im Sportmanagement. »
  • 32:24InvitéChiffre
    « Ich habe dann auch anderthalb Jahre für den amerikanischen Tennisverband in Florida gearbeitet. »
  • 34:21InvitéFait
    « Ich bin da sehr naiv, auch wie ich in meinem Leben generell so war und vielleicht heute noch bin, bin ich darüber gegangen. »
  • 43:34InvitéFait
    « Und ich habe im Prinzip, habe ich da als Vertriebler angefangen, das hat sich natürlich die Amerikaner verkauft, und die ja alles großartig. »
  • 44:44InvitéFait
    « der Typ hieß Joe Smith von sex.com. »

Temps de parole

  • Invité86 %
  • Présentateur12 %

1,6 interruption / 10 min (chevauchements et interjections détectés).

Modèle mistral-small-latest · prompt v1· les citations sont vérifiées mot pour mot dans le transcript ; le taux de réponse directe est calculé à partir des verdicts question par question. Aucun label idéologique n'est produit.

0:00
Invité

C'est Al Dente Entertainment. Bilder und Videos zur Folge findet ihr in unserem Episodenpost auf Instagram unter al-dente-entertainment.

0:40
Présentateur

Und jetzt geht's los. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Lebenslauf unzensiert, dem Podcast, in dem ziemlich erfolgreiche Menschen darüber sprechen, wie sie wurden, wer sie heute sind. Und mein Gast heute, der steht für einen Bereich des Marketings, den jetzt vielleicht nicht jeder kennt, der aber unglaublich wichtig ist. Es geht um Performance-Marketing. Und er ist einer der erfolgreichsten und besten Performance-Marketeers in Deutschland, wenn nicht in Europa. Hallo, herzlich willkommen, André Souye. Vielen Dank für die Einladung, Peter. Und danke für die netten Worte. André, was ist denn das Performance-Marketing?

Da kann sich keiner irgendwie was darunter vorstellen, erst mal.

1:27
Invité

Okay, in kurzen Worten zusammengefasst, Unternehmen definieren Ziele. Und wir sind eine Marketing-Agentur und wir nutzen Kanäle des Marketings, wie zum Beispiel Banner-Advertising, E-Mail-Marketing. Und wir versuchen, da mit diesen Kanälen die Ziele unserer Kunden zu erreichen. Oft sind diese Ziele zum Beispiel Sales, manchmal sind es Leads. Das sind Ziele, die man mit Kunden bestimmt. Und wir versuchen über die richtige Werbung die Zielerreichung der Kunden.

2:00
Présentateur

Also es geht übersetzt auch um Vertriebsthemen. Das heißt, ein Unternehmen will ja irgendeinen Kunden erreichen und will Umsatz machen beispielsweise. Und wenn er einen neuen Kunden gewinnt, dann ist es ein Lead. Das ist der Begriff, den du gerade benutzt hast. Und solche Leads zu generieren oder zu bekommen, das ist unheimlich schwierig. Und da muss man ganz viel unternehmen, vor allem im digitalen Bereich, richtig?

2:22
Invité

Genau. Also du hast gerade eben die richtige Wertung auch genannt. Der Umsatz ist eigentlich der KPI, der für uns, und wir nennen das KPI, der für uns oft entscheidend ist. Und für Kunden geht es meistens um Umsätze. Und das ist das, was wir versuchen für unsere Kunden über hauptsächlich auch digitale Marketingkanäle. Ja, weil da kann man die Umsätze am besten und am einfachsten messen zu erreichen. Und das ist eigentlich so der Wert des Performance-Marketings.

2:51
Présentateur

Also KPI, auch nochmal klar, das heißt, das steht für Key Performance Indicator. Auch so ein typischer Werbesprech. Und im Prinzip ist das, das sind die messbaren Ergebnisse, die man praktisch darstellen kann. Die kann man vorher definieren und kann sagen, ich möchte das und das erreichen. Genau diese Zahl und das ist dann eben dieser Key Performance Indicator oder KPI.

3:13
Invité

Korrekt? Das ist absolut korrekt. Und da muss ich mich auch immer im Vorfeld entschuldigen, weil das englische Sprech, ja schon vor 20 Jahren, auch als wir uns kennengelernt haben, war das immer wieder eine Herausforderung, unseren Kunden zu erläutern, was machen wir denn genau. Und da haben natürlich die Amerikaner mit Social Media, mit vielen Begriffen, über die wir heute sicherlich auch noch sprechen werden, haben die natürlich diese ganzen Anglizismen eingeführt. Und daher sind die bei uns fast kaum zu vermeiden. Und ich bin froh, dass du es manchmal für mich übersetzen wirst. Jetzt sprechen wir mal über dich. Wo kommst du denn ursprünglich her, André?

Ich komme ursprünglich aus Bretten bei Karlsruhe. Ein Badener. Ein Badener. Das ist aus dem Südwesten Deutschlands, für jeden, der das vielleicht nicht kennt. Aber ja, das ist meine Herkunft.

4:01
Présentateur

Aber dein Nachname klingt französisch.

4:03
Invité

Absolut. Ja, also wir haben natürlich, wie du richtig gesagt hast, nicht nur der Nachname, auch der Vorname. André-Michel Soulier kann man kaum verkennen, obwohl meine Mutter laut meines Vaters den Vornamen anscheinend gepickt hat. Aber klar, ich habe französische Wurzeln. Meine Vorfahren und auch mein Vater kommen aus Südfrankreich und sind dann irgendwann vor langer, langer Zeit nach Deutschland eingewandert.

4:30
Présentateur

Und sind dann dort in der rheinischen Tiefebene gelandet.

4:34
Invité

Absolut. Sind im Badischen ansässig geworden. Und ja, und ich bin dann irgendwann so ein Produkt davon. Und ein Mix aus vielen Nationen.

4:44
Présentateur

Du bist praktisch in einem kleinen Ort aufgewachsen und erzähl mir was über deine Eltern. Was machen die?

4:50
Invité

Gut, leider meine Mutter ist vor sechs Jahren verstorben. Aber das Schöne ist, meine Mom, die hatte mal eine Modiboutique, war Fashion-Designerin, hat dann später nach der Trennung von meinem Vater und die haben sich scheiden lassen, als ich 14, 15 Jahre alt war, hat sie einen neuen Mann kennengelernt, hat dann ein Restaurant geführt oder mehrere Restaurants. Und meine Mom war eigentlich eine Herzblut-Unternehmerin. Mein Vater kommt im Prinzip, wie ich auch schon gesagt habe, ist auch in Deutschland geboren. Ist in Bretten oder in Karlsruhe geboren und war ursprünglich Schlosser und hat sich hoch gearbeitet zum Vertriebschef von einem großen internationalen Unternehmen.

Und war auch immer ein Vorbild für mich in meiner Jugend. Und meine Eltern, ich hatte ein total behütetes, schönes Elternhaus. Ich bin in meiner Jugend wirklich in einem Dorf groß geworden mit 800 Menschen, also in der Nähe von Bretten. Das kennt aber wirklich keinen Mensch. Und das Schöne war, ich meine, wenn man es mit der heutigen Welt vergleicht ein bisschen, ich meine, es war eigentlich so naiv und aber auch schön. Also etwas, wo man heute vielleicht so gar nicht mehr kennt. So unschuldig. Absolut unschuldig. Genau der richtige Begriff, nach dem habe ich gerade gesucht. Absolut unschuldig. Also ich wusste viele Dinge nicht. Also ich nenne dir ein nettes Beispiel.

Wir hatten einen Schüleraustausch. Wir hatten tolle Sachen gemacht, ehrlich gesagt. Damals, ich bin jetzt aufs Gymnasium gegangen. Ich war der erste in meiner Family, der aufs Gymnasium ist. Und wir hatten viele Schüleraustausche mit Paris, mit England, mit Amerika. Und dann kam, als ich 17, 18 war, ein Amerikaner zu mir. Bei dem hatte ich dann ein Jahr vorher übernachtet. Und dann irgendwann sagte er zu mir, I'm gay. Und ich habe als 18-Jähriger natürlich, mein Englisch war relativ schlecht und gay war für mich freundlich. Also ich habe es natürlich ins Englisch übersetzt und ich sagte ihm, I'm gay too.

Und als er mich dann so mit großen Augen anschaute, habe ich dann irgendwie realisiert, da stimmt irgendwas nicht in dieser Wortdeutung. Und habe dann auch vielleicht auch das Thema, okay, gay als schwul, okay, nein, das bin ich nicht. Habe es dann aufgeklärt, aber das war tatsächlich der erste Schwule, der mir in meinem Leben mit 18 oder 19 über den Weg gelaufen ist. Von dem du es wusstest. Von dem ich es wusste. Aber wenn man sich das mal überlegt, auch dunkelhäutige Menschen waren damals, also hatte ich bis zu dem Zeitpunkt kaum gesehen, bis ich das erste Mal in Amerika war. Also das siehst du, eigentlich sehr naiv aufgewachsen, sehr, sehr ländlich.

Und ja, also die große Welt war weit weg. Wie war deine Kindheit? Hast du Geschwister? Ja, ich habe einen älteren Stiefbruder. Und ja, meine Kindheit, wie gesagt, total behütet, wie ich es auch vorhin meinte. Das Schöne ist, ich habe sehr dörflich und einfach toll, muss man ehrlich sagen. Ich konnte mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Ich war bei Oma und Opa, also eigentlich so, wie man es sich vorstellt, obwohl sich meine Eltern haben scheiden lassen mit 15. Das hat mich aber zu der Zeit tatsächlich nie wirklich stark berührt.

8:05
Présentateur

Das war kein Trauma jetzt für dich, das ist ja bei vielen Jugendlichen so, dass denen das schon was ausmacht.

8:11
Invité

Nein, ich glaube nicht. Ich glaube, meine Eltern haben das echt toll gemacht. Und wie gesagt, auch diese Dorfgemeinschaft und Stadtgemeinschaft, also auch wenn ich es jetzt vorhin so beschrieben habe mit naiv, und ich habe wenig vorher gesehen, aber die Menschen waren doch sehr, sehr nett, sehr offen, auch sehr offen für Neues.

8:33
Présentateur

Das ist schon ein tolerantes Umfeld.

8:35
Invité

Ein tolles Umfeld, also ich muss ehrlich sagen, also wirklich ein tolles Umfeld. Und es ist auch für mich ein Grund, meine Region zu lieben. Ich bin ja noch immer sehr heimatverbunden und liebe es dort. Und das war schon eine tolle Zeit, auch die Schule. Wie warst du in der Schule? Ja, das ist eine gute Frage. Ja, ich würde jetzt gerne lügen, weil vielleicht meine Kinder zuhören, aber ich war tatsächlich jemand, der es geschafft hat, nicht sitzen zu bleiben, jedes Jahr durchgekommen ist. Es hat wahrscheinlich meine Lehrer am meisten geärgert, weil die hätten mich wahrscheinlich gerne wiederholen sehen. Und da mussten sie mich doch weiterkommen lassen. Da hast du immer so durchgemogelt.

Ich glaube, ich habe mich wirklich sehr durchgemogelt.

9:19
Présentateur

Was waren die schwachen Fächer, wo du dich arg schwer getan hast?

9:23
Invité

Also ich sage es mal so, das starke Fach war Sport. Und damit habe ich, glaube ich, alle Fragen beantwortet. Weil ich glaube, es ist nicht so, dass ich wirklich ein starkes Fach hatte. Also das würde ich jetzt mal so versuchen zu erläutern, dass es vielleicht Geschichte war. Aber das ist etwas, was super schwierig ist. Sport deshalb, man muss gar nicht, ich war auch kein talentierter Sportler, was wirklich schlimm ist. Ich war ein kleiner, dicker Junge, der Fußball gespielt hat und der auch oft gehänselt wurde. Aber nochmal, super naiv, super nett. Nichts, wo ich sagen würde, da habe ich einen Schaden davon getragen. Das war nicht in der heutigen Zeit als Mobbing zu bezeichnen.

Wir hatten auch eine tolle Gemeinschaft mit meinen Klassenkameraden. Also egal, wer das jetzt war. Und auch das Thema Integration mit anderen war Weltklasse. Also wir haben uns super gut alle verstanden. Also ich will das jetzt nicht als eine totale heile Welt, um es vielleicht mal so auszudrücken.

10:23
Présentateur

Okay, dann die Frage, was waren denn die schlimmsten Erlebnisse deiner Kindheit und Jugend, an die du dich erinnern kannst?

10:30
Invité

Boah, also die haben vielleicht tatsächlich schon dann eher was mit dem Sport zu tun. Ich war so ein fürchterlich untalentierter Fußballer und wollte unbedingt Fußballprofi werden. Das war mein großer Traum. Und ich habe dann irgendwann in der D-Jugend, hat mich mein damaliger Sportlehrer auf der Bank sitzen lassen. Ich habe das nie vergessen beim Meisterschaftsspiel. Und ich war halt als kleiner, dicker Rechtsverteidiger. Und wer weiß, welche Position das ist, der weiß schon, wie talentiert ich im Fußball war, wenn du Rechtsverteidiger spielst. Und da hat mich, glaube ich, das ganze Match nicht eingewechselt. Und das war für mich eigentlich ein fürchterliches Erlebnis.

Und ich saß, ich weiß gar nicht, wie lange die Spielzeit war, 60 Minuten nur auf der Bank und durfte nicht mitspielen. Aber als Konsequenz, das muss man sagen, ich weiß noch, der Fußballplatz war genau neben dem Tennisplatz. Und da war ich so frustriert, dass ich dann zum Tennisplatz nebenan gelaufen bin und zu meinem Vater gesagt habe, ich spiele nie wieder Fußball, ich will jetzt Tennis spielen. Und weil der mich halt nicht eingewechselt hat. Und das war tatsächlich eine fürchterliche Erfahrung in meinem Leben, da 60 Minuten beim Meisterschaftsspiel nicht mitspielen zu dürfen. So habe ich dann angefangen, Tennis zu spielen. Und das war dann auch Glück, muss man ganz ehrlich sagen.

Und das war für mich auch die einzige Sportart, und jetzt will ich nicht sagen, dass man da nicht sportlich sein muss, aber wo ich dann auch meine Sportlichkeit gefunden habe.

11:54
Présentateur

Und auch Verfolge feiern konntest. Da sprechen wir auch gleich dazu. Diese Erfahrung, dass du ein besonders negatives Erlebnis hast und das Ganze in eine positive neue Richtung lenkst, hast du die später wiederholt?

12:11
Invité

Ja, ich glaube, relativ häufig. Und das hat aber noch einen anderen Grund. Ich glaube, es ist sicherlich, ich habe ja gesagt, ich bin sehr behütet groß geworden und bin dann mit 19 nach Amerika gegangen zum Studieren. Und diese Mentalität der Amerikaner ist ja oft so eine Mentalität, die ich vielleicht damals mit 10, 11 oder 12 mit Fußball, und dann gehst du dann, wirst du Tennisspieler und wandelst es zu was Positivem, diese negative Fußballerfahrung. Ich glaube, es ist eine Mentalität, die die Amerikaner generell als Menschen mit sich bringen. Und die habe ich dann sicherlich dort häufiger als mal übernommen und auch von denen genau diese Einstellung auch gelernt.

Und ich finde die auch, ehrlich gesagt, gut, um das mal vielleicht so auszudrücken.

13:01
Présentateur

Bist du einer, der auch so Fehler feiert und sagt, gut, da mache ich was draus. Das nehme ich als wichtige Erfahrung mit?

13:08
Invité

Absolut. Ich glaube, wenn ich das nicht machen würde, hätte ich das, was ich heute tue im Performance-Marketing, nie so lange auch wirklich, du hast vorhin den Begriff erfolgreich genommen, den setze ich jetzt einfach, führe ich einfach mal fort, so erfolgreich weiterführen können. Weil genau das ist ja die Basis des Performance-Marketings, dass man Fehler macht und dass man Ziele dann nur erreicht, wenn man aus den Fehlern lernt, sie verbessert, analysiert, dann sieht man wieder Fehler und dann analysiert man das wieder, verbessert es wieder. Und das ist im Prinzip eigentlich die Kernidee des Performance-Marketings.

13:50
Présentateur

Also, dass man praktisch lernt aus dem Bisherigen, die Richtung justiert oder ändert und weiterlernt.

13:59
Invité

Ich glaube, das Schlimmste, was man machen kann im Leben, ist zu denken, dass man fehlerfrei ist und das nicht wirklich wahrnimmt, wo man falsch liegt.

14:10
Présentateur

Was warst du für ein Jugendlicher? Also, so wie du es beschreibst, du wirkst jetzt nicht wie ein Rebell, sondern eher so das behütete, brave Bubi im Badischen, so stelle ich mich dir gerade vor. Aber wie warst du so in der Pubertät? Was für eine Musik hast du gehört? Hast du dich zu irgendeiner Gruppe hinzuzogen gefühlt?

14:33
Invité

Also, ich war sicherlich gern Rebell gewesen. Ich war aber keiner. Und das muss man ganz ehrlich sagen. Ich war sicherlich viel unbeliebter, wie ich auch gerne gewesen wäre. Das muss man auch nochmal sagen. Ich war eigentlich wie viele Teenager. Ich habe ja heute einen Sohn, der auch Teenager ist oder zwei Söhne. Und ich denke, die sind viel cooler als ich damals. Und das muss man ehrlich sagen, da bin ich auch stolz auf die Jungs. Nein, ich war wenig cool. Ich habe, weil Freunde von mir Metallica gehört haben, habe ich irgendwo Metallica und viele andere Bands, auch Heavy Metal Bands, lieben und schätzen gelernt. Obwohl ich wahrscheinlich die Musik damals gar nicht gemocht habe.

Aber ich habe es halt gemacht, um cool zu sein. Also im Prinzip, das behütete Leben eines typischen 15-Jährigen oder 16-Jährigen. Und ich kann tatsächlich kaum irgendwas finden, was wirklich cool war zu der Zeit. Und natürlich auch super spät meine erste Freundin. Ich glaube, ich hatte erst mit 17 eine Freundin. Das ist eigentlich unfassbar. Und ich war auch super spät dran und war total neidisch und eifersüchtig auf alle anderen, dass die so früh schon Freundinnen hatte. Und eine kleine Geschichte. Ich weiß noch, als ich 15 war oder 16 hat, wir hatten ja diese Kuschelrock-Kassetten damals noch. Bravo. Genau, und Bravo gelesen, aber Kuschelrock-Kassetten.

Und ich weiß noch, ich habe irgendeiner Klassenkameradin so eine Kassette ausgeliehen und die hat dann einen Liebesbrief in diese Kassette rein. Und ich habe diese Kassette erst eine Woche später aus dem Schulranzen geholt und natürlich diesen Liebesbrief nicht gelesen. Und ich war so verknallt in die. Und dann hat die nie wieder mit mir gesprochen. Und ich hatte, um das mal auf den Grund zu finden.

16:20
Présentateur

Aber hast du den dann gefunden, den Liebesbrief?

16:22
Invité

Ich habe den eine Woche später gefunden. Aber ich war 15 und ich bin nicht auf sie zugegangen. Und habe gesagt, du, ich habe den viel zu spät gefunden. Dann war schon alles vorbei. Also die hatten natürlich eine direkte, wie heute auch eine direkte Response, nennt man das, oder Antwort erwartet. Und die gab es natürlich nicht. Und das war natürlich schon ein Problem. Aber naja, gut. Wahrscheinlich alles falsch gemacht und viele Fehler gemacht. Und was man machen kann. Und ja.

16:46
Présentateur

Also du hast dich durch die Schule durchgemogelt. Das hat dann doch irgendwie geklappt.

16:51
Invité

Aber im Tennis hat es sich gut entwickelt damals, oder? Es hat sich wirklich gut entwickelt. Ich bin dann nach dieser Fußball-Story auf dem Tennisplatz, habe angefangen. Meine Eltern waren begeisterte Tennisspieler. Natürlich absolut Hobby-Level. Und ich habe dann super viel auch, damals hat man noch gegen die Hauswand gespielt. Das kennt man heute so gar nicht mehr. Finde ich auch noch. Und das kennst du auch noch, ne? Es ist ja super. Das war ein ganz großes. Aber das macht man heute nicht mehr witzig, ne? Also es ist total verschwunden. Und durch dieses viele, ich meine, es ist im Sport ja wirklich so viel Repetition, viel Wiederholung.

Und durch die häufige Wiederholung, weil ich halt den ganzen Tag gegen die Wand gespielt habe, bin ich dann immer besser und immer besser geworden. Und ja, und war dann der Jugend eigentlich auch super erfolgreich. Zumindest war meine Verhältnisse jetzt, ja. Also so wie ich es für mich jetzt definiere, super erfolgreich. Für andere wahrscheinlich weniger. Was hast du denn erreicht? Ich habe viele Jugendturniere gewonnen in der Jugend. Habe dann offene internationale Europameisterschaften. Und wie man das alles so nennt, solche Turniere habe ich dann überraschenderweise gewonnen.

17:56
Présentateur

Aber da warst du kein Pummelchen dann mehr.

17:57
Invité

Ne, da war ich dann, ich habe dann relativ schnell abgenommen. Der Tennissport, also ich war nicht nur pummelig, sondern ich war dann extrem dünn. Ja, aber das hatte auch was mit der Pubertät und mit dem Wachstum zu tun. Also ich bin dann innerhalb von einem Jahr, glaube ich, 20 Zentimeter gewachsen oder so. Und ja, das war natürlich auch ein Vorteil im Sport. Das muss man auch ganz ehrlich sagen. Was aber dann auch ein Nachteil später war, weil als die anderen dann größer wurden mit 16, 17. Haben sie aufgeholt. Haben sie aufgeholt und genau das. Und ich war natürlich total überrascht, weil mir war nie klar, dass ich so gut bin, nur weil ich diese körperliche Überlegenheit hatte.

Und das war natürlich dann etwas, mit dem musste ich dann erstmalig in meinem Leben mit großen Enttäuschungen zurechtkommen. Das meinte ich auch vor allem Sport, weil auf einmal mit 17, 18 war ich gar nicht mehr so gut wie mit 15, 16. Und habe mich dann gewundert, woran es liegt und habe tausend Entschuldigungen gesucht. Aber das war, da hat mir der Sport sehr viel gelehrt, auch in der Jugend. Das war eine gute Erfahrung.

18:58
Présentateur

Was du vorhin gesagt hast, gerade im Jugendsport gibt es Untersuchungen, dass vor allem Kinder, die im Januar, Februar geboren sind, also früh im Jahr geboren sind, weil das ja immer nach Jahr ging, sind natürlich Vorteile haben. Weil da einfach, es ist einfach acht Monate mehr als jemand, der im Oktober Geburtstag ist und da ist der Entwicklungsstand dann einfach größer. Also da gibt es ganz viele Erhebungen. Es gibt aber jemanden, der im Dezember Geburtstag hat, der auch aus seiner Region kommt, der auch Tennis gespielt hat. Nur ein bisschen erfolgreicher, Boris Becker. Es ist ja unweit von dir und es ist ja ungefähr so eine Gemengelage, oder?

19:34
Invité

Absolut. Es war tatsächlich so, dass, ob das ein Boris Becker ist, ob das eine Anke Huber ist, die kommt aus meiner Region, ist Steffi Graf. Also zu der Zeit sind, und es sind alles so zwischen 69 und 75er Jahrgänge, die natürlich alle aus einem Umkreis von 40 Kilometern, alle in Leimen. Ich habe damals auch in Leimen trainieren dürfen. Es wurde dann, als ich dann 17, 18 wurde und war dann weniger gut, wurde die Enttäuschung natürlich dann groß, dass es dann doch nicht zu der Karriere eines Boris Beckers gereicht hat. Hast du gegen Boris mal gespielt? Nein, ich habe nie mit ihm, ich habe ihn kennengelernt. Ich habe ihn mehrfach getroffen, auch später.

Boris Becker ist tatsächlich einer meiner. Also wenn du mich jetzt heute fragen würdest, ob ich einen Hero habe in meinem Leben, dann natürlich wegen dem Sport auch ein Boris Becker. Definitiv.

20:24
Présentateur

So, Abitur, Cut, was passierte dann? Hast du dann gleich gewusst, jetzt werde ich Performance-Marketeer, oder wie ging das dann?

20:33
Invité

Diese Tennis-Profi-Karriere, die ich ja, von der ich geträumt, vielleicht geträumt hatte, mit 16, 17, da wusste ich dann mit 18, 19 nach dem Abitur, okay, das hat sich jetzt irgendwie erübrigt, weil ich zu der Zeit schon nicht mehr ganz gut war. Und dann hat mich ein Freund gefragt, ob ich nicht Lust hätte, nach Amerika zum Studieren zu kommen. Das hatte ich ursprünglich so gar nicht auf dem Plan. Aber der hat dort an der Uni Tennis gespielt. Es war zu der Zeit noch gar nicht so Hype, dass man da rüber geht. Und der hat mir dann geholfen. Die Idee fand ich eigentlich ganz cool. Ein Stipendium. Ein Stipendium.

Und so bin ich, habe ich mich an der Uni beworben und die haben mich dann auch angenommen und bin erst mal nach Georgia. Das war mein erster Schritt nach Amerika.

21:20
Présentateur

Bist du dann nach, wohin, Charlottesville?

21:22
Invité

Ja, es war dann St. Simons Island, Brunswick, Georgia. Kennt kein Mensch. Auch wieder, ich liebe ja kleine Dörfer und es war so tatsächlich nicht so viel kleiner wie Bretten bei Karlsruhe oder größer wie Bretten bei Karlsruhe, sondern auch ein kleines Dorf in Georgia. Und hat sich natürlich perfekt für mich dann ergeben, weil die Menschen extrem nahbar waren, auch die ähnliche Mentalität hatten, sehr naives Umfeld.

Also man muss sich da vorstellen, da bin ich nach Amerika gekommen und da war so ein Obststand und ihr habt ja Obststand Didi, die bekannte Werbung gemacht und da musst du dir vorstellen, dieser Obststand war da und da waren die ganzen, das ganze Obst über Nacht, der hat einfach nur eine Kasse hingestellt. Die Leute konnten die Kunden ihre Äpfel holen und haben das Geld da hingelegt und auch das Geld, morgens lagen da 20, 30 Dollar, das hat niemand weggenommen. Also es war ein total behutetes Umfeld und da bin ich dann nach Amerika zum Studieren mit einem Stipendium.

22:24
Présentateur

Wie war denn das für dich zum ersten Mal fern der Heimat im wahrsten Sinne des Wortes? Also war das aufregend oder wo hast du gewohnt? Und du warst ja auch zum ersten Mal für dich alleine, oder?

22:37
Invité

Absolut, also in dem Fall ja. Ich hatte ja vorhin schon ganz kurz angesprochen, dass wir schon mal einen Schüleraustausch mit Amerika hatten und das war das erste Mal, wo ich in den USA war. Und das Land hat mich damals schon immer begeistert.

22:51
Présentateur

Wo warst du beim Schüleraustausch?

22:52
Invité

Ich war in Wisconsin, Merrill, Wisconsin hieß das. Und das war auch ein sehr deutscher Teil, also ähnlich wie St. Simons Island in Georgia, sehr familiär, sehr klein. Aber in Wisconsin hat er dir noch nicht erzählt, dass er gay ist? Nein, das hat er nicht. Das hat er dann erst dann anderthalb Jahre später, als er nach Deutschland gekommen ist. Und hat er mir auch erzählt, dass ich seine erste große Liebe war und all das fand ich auch sehr spannend, sehr nett. Ich bin mit ihm heute noch super gut befreundet, muss man ganz ehrlich sagen. Und wir tauschen uns immer noch ein, zweimal im Jahr aus.

Und ich fand es auch damals, als er mir sagte, dass er schwul ist, fand ich das auch super interessant, weil ich meine, das war ja für ihn auch ein Opening Up. Also wie ein Coming Out für dich. Genau, und da muss man ja auch sagen, wenn jemand einem sowas neilt, ist ja auch irgendwo ein Vertrauensbeweis. Genau, genau so ist es. Also es war ein riesen Vertrauensbeweis und ich fand ihn schön und ein ganz feiner Mensch. Ich bin heute mit ihm gut befreundet, also alles gut.

23:56
Présentateur

Und okay, dann warst du praktisch erst auf, wie heißt es, St. Simons Island? St. Simons Island, wer kennt das nicht. Und bist aber dann noch zu anderen Plätzen gekommen.

24:05
Invité

Ich wollte ja ursprünglich nur mal kurz schauen, okay, wie ist es im College? Ich habe ein Stipendium bekommen fürs Tennisspielen. Ich habe College-Tennis dort gespielt und habe einfach für mich realisiert, ich kann meine Leidenschaft, die ich nie zum Beruf machen konnte, Tennisspieler zu werden, die kann ich aber dort während des Studiums weiter verbinden. Das war eine tolle Sache. Ich hätte in Deutschland sicher mit Tennis aufgehört und nicht mehr weitergespielt. Und so konnte ich beides verbinden. Bin dann durch einen Zufall irgendwann mal über ein Wochenende nach Miami gekommen und habe dann festgestellt, oh wow, Miami. Ich war vorher schon mal dort und tolle, tolle, tolle Stadt.

Etwas, was mich schon immer extrem beeindruckt hat. Und ich bin dann im Folgejahr nach Miami zum Studieren, war dort auf einer Universität. Ich habe dann einen kleinen Ausflug gemacht, weil ich ein Angebot hatte, dann noch an eine weitere Universität in Kalifornien zu gehen. Ich bin dann nach San Diego gegangen, habe da einen kleinen Abstecher nach San Diego gemacht und bin dann aber wieder, weil ich festgestellt hatte, okay, vielleicht fand ich Miami doch ganz toll, bin ich dann wieder an eine andere Uni in Miami. Also ich habe in den fünf Jahren Studium vier unterschiedliche Universitäten kennengelernt und es war natürlich extrem lehrreich für mich.

25:28
Présentateur

Was hast du dort für Erfahrungen gesammelt? Also das ist erstmal klar, erstmal zum ersten Mal allein ganz weit weg. Das ist eine Sache. Jetzt sind es aber sehr verschiedene Spots und Miami ist ja auch schon sehr speziell, muss man sagen. Es hat ja auch zum Beispiel auch ein bisschen gefährlichere Ecken und solche Sachen und San Diego ist ja praktisch irgendwie Miami in Kalifornien, wenn man so will. Was hast du dort erlebt? Was sind so die Sachen, wo du sagst, das war krass?

25:54
Invité

Also krass war tatsächlich, ich hatte ja kein Geld, weil mein Vater, meine Familie, die fand es gar nicht so cool, dass ich darüber bin. Also erstmal war mein Dad total beleidigt und die konnte es ja überhaupt nicht einschätzen. Beide Eltern sprechen kein Englisch, haben Hauptschulabschluss und der Sohn geht nach Amerika und am liebsten wollte mein Vater, dass ich eine Banklehre mache. So und dann gehe ich alleine darüber und dann hat er gesagt, okay, du wirst schon wieder zurückkommen, weil du hast bald kein Geld mehr, du hast bald, du, du, na so.

Und dann hatte ich natürlich auch wenig Geld und musste mir nebenher, ich habe mir dann durch Tennis, habe ich mir in Deutschland durch Trainerstunden, habe ich erstmal Kohle verdient, dass ich das Leben dort finanzieren kann. Du hast dort Unterricht gegeben, praktisch? Genau und in Amerika hatte ich ja auch keine Arbeitslizenz, konnte auch offiziell nicht arbeiten. Ich habe es dann ein bisschen inoffiziell gemacht, habe dort auch Trainerstunden gegeben, habe mir so ein paar Dollar verdient, aber ich konnte mir natürlich in Miami zu der Zeit keine Riesenbleibe leisten. Also du hattest keine Green Card oder so?

Ich hatte keine Green Card und ich hatte auch kein Housing beim Stipendium Inclusive, das heißt, ich musste mir eine Wohnung suchen und ich habe zu der Zeit bis heute einen meiner besten Freunde kennengelernt und das ist wirklich eine super spannende Story, weil der hat als Weißer Amerikaner in Little Haiti gelebt. Und jeder, der Little Haiti kennt, der weiß, das ist so eine, ja, mehr oder weniger so eine abgetrennte Region, mitten in Miami, die, um das jetzt mal nett auszudrücken, also da würdest du deine Tochter Peter nicht hinbringen. Und der normale deutsche Tourist würde da auch mit dem Auto, ich würde ihm nicht empfehlen, da durchzufahren, weil es auch wirklich gefährlich ist.

Also Drogen, Umschlagsplatz, kaum Weiße, was jetzt nicht bedeutet, dass es gefährlich ist, aber es war eine extrem gefährliche Region und die war aber auch sehr günstig. Und damals konnte ich für 400 Dollar Miete im Monat eine Wohnung in Little Haiti, natürlich im Apartmentkomplex, der meinem, dem Vater meines Freundes gehört hat. Und dadurch war das für mich natürlich eine sichere Umgebung, weil ich da Bekannte hatte, die da gelebt haben. Aber also wenn meine Tochter mir heute sagen würde, da zieht sie hin, dann wäre das ein absoluter No-Go. Also es war wirklich gefährlich und ich habe extrem viel Glück gehabt. Du hast gesagt, was hast du dort erlebt?

Ich nenne dir ein Beispiel und die Geschichte ist auch tatsächlich wahr. Das hoffe ich. Sollten alle Geschichten sein hier. Aber die ist so unfassbar. Eines Abends ging auf einmal um 12 Uhr wird es in dieser Wohnung, in der ich gelebt habe, hell. Ich denke mir, was ist jetzt los? Und Amerika, jeder, der Amerika kennt, Amerika ist laut, Amerika ist groß, Amerika ist anders. Und dann wurde es hell in dieser Wohnung. Ich denke mir, wow, wo kommt jetzt dieses Licht her? Und dann war ein Helikopter und Hubschrauber über mir. Und auf einmal höre ich Polizeisirenen. Und also es war etwas, was ich so noch nie erlebt habe.

28:59
Présentateur

Also das Licht vom Helikopter scheinte rein in dein Apartment?

29:04
Invité

Überall haben die, die haben diese ganze, diese ganze Umgebung wurde beleuchtet. Frag mich nicht. Also es war ein Helikopter, da wurde alles beleuchtet. Und dann habe ich eine Stimme mit einem Mikrofon. Habe ich eine Stimme, nicht Mikrofon, habe ich eine Stimme gehört? Ein Megafon. Megafon, Entschuldigung, genau. Und die hat dann gesagt, please stay in your apartments. It's not safe to come out. Don't open your doors. Stay in your apartment. Und ich fand natürlich erst mal drin, mach ein Fernseher an dann. Und auf einmal sehe ich meine ganze Region auch im Fernsehen. Also war auch Channel 9, Fernsehteams, alles. Dann haben sie genau neben mir America's Most Wanted.

Das war damals noch vor der Zeit, wo Terroristen Most Wanted, so einer Drogendealer. Ich habe den Namen leider jetzt heute nicht mehr auf dem Schirm. Haben sie den Most Wanted in Amerika, vielleicht 30 Meter von meiner Wohnung weg, verhaftet. Also einer, der in der Top-Liste war. Einer der Top-Most Wanted-Drogendealer haben sie genau neben mir verhaftet. Also nur, dass du mal siehst, in welchem Umfeld ich mich da bewegt habe. Der hat bei dir auch im Apartment-Komplex. Ja, der hat im Apartment-Komplex tatsächlich, also diesen Apartment-Komplex, da waren vielleicht 50 Wohnungen oder 80 Wohnungen. Also das muss man sich auch ganz anders vorstellen. Und die waren auch im Freien.

Also diese Wohnungen waren jetzt nicht irgendwie, also du konntest da von einer Wohnung zur anderen irgendwie auch hinlaufen. Und auf der Straße hast du da mal eine tricky Situation erlebt? Nein, aber als ich nach Hause gekommen bin, waren Einschusslöcher bei uns im Gebäude. Also da war ein Stand-by-Shooting. Also das habe ich dann irgendwann mal gesehen. Und ich weiß noch, meine Eltern haben mich dann besucht. Und die haben diese Löcher, die haben diese Einschusslöcher gesehen. Und da hat mich meine besorgte Mutter, die kam dann irgendwann mal zu Besuch. Die haben das überhaupt nicht, die haben das überhaupt nicht geblickt. Das fand ich auch so schön naiv.

Die haben es überhaupt nicht geblickt. Das ist eine gefährliche...

31:05
Présentateur

Dein Vater, der Handwerker, schaut drauf und sagt, das müssen wir füllen. Nein, nein, nein, die haben es gar nicht kapiert.

31:11
Invité

Nein, nein, nein, nein, nein. Die haben Mutter gefragt, was sind das für Löcher hier? Da habe ich gesagt, ah, da hat der Nachbar versucht, einen Nagel reinzuschlagen, um sie nicht zu beunruhigen. Aber es war halt tatsächlich ein Drive-by-Shooting. Was hast du denn studiert eigentlich? Ich habe Sportmanagement studiert.

31:25
Présentateur

Sportmanagement, also eine Mischung aus Economics, also Wirtschaft und...

31:29
Invité

Ja, ich habe diesen Traum des Tennis-Profis, wie gesagt, mit 17, 18 begraben oder 19. Aber irgendwie, der Sport hat mich ja immer irgendwo gereizt in meinem Leben. Und daher wollte ich eigentlich Jerry Maguire werden. Ich wollte Sportagent werden. Ich habe dann gesagt, naja, wenn ich selber kein Tennis-Profi werde, dann lass mich doch irgendwie... So ein Agent. Ein Agent, genau. Es war in Amerika ein Riesenthema. Und dann wollte ich halt ein Agent werden.

31:56
Présentateur

Und du hast dann dein Studium dort abgeschlossen, praktisch?

32:01
Invité

Genau, ich habe meinen Bachelor dort gemacht im Sportmanagement. Und habe aber auch dann relativ, habe nebenher ein paar Praktika bei Sportmanagement-Agencies gemacht. Ich durfte auch, und was für einen Tennisspieler wirklich total beeindruckend war, ich habe fast anderthalb Jahre... Man darf eine Internship machen. Also auch wenn man keine Green Card hat, genau, es durfte auch eine bezahlte Internship sein. Und ich habe dann auch anderthalb Jahre für den amerikanischen Tennisverband in Florida gearbeitet. Da war mein Chef John McEnroe, was wirklich toll war.

Und natürlich für mich als Tennisspieler durfte ich, und das fand ich so beeindruckend, mit John McEnroe, mit Stan Smith, der war auch da. Tom Garlickson. Jimmy Connors? Jimmy Connors habe ich nie kennengelernt, leider. Ich habe damals meine Diplomarbeit dort geschrieben über den amerikanischen Tennisverband. Es war zu meinem Bachelor, ich habe ja dann später noch einen Masters gemacht, aber zu meinem Bachelor habe ich beim amerikanischen Tennisverband gemacht.

Ich habe dann auch, und das war vorher noch nebenher, ein Praktikum bei einer Sportmanagement Agency gemacht, also beides irgendwie so ein bisschen verknüpft, ja, weil auf der anderen Seite, auf der einen Seite Tennis, auf der anderen Seite dann auch Sportlervermarktung. Und habe dann auch entschieden, dass das Thema Sportmanagement, das ist ja der Vorteil im amerikanischen Studium, du kannst ja dann, wenn du deinen Bachelor hast, machst du deinen Master und hast dann aber auch nur einen anderen Studium, bist nicht auf einen Studiengang, bist nicht auf einen Fach nur festgelegt. Du kannst ja mehrere Dinge studieren.

33:36
Présentateur

Was hat dich denn geprägt in dieser damaligen Zeit? Also das Leben besteht ja nicht nur aus Studium. Und jetzt bist du in dieser krassen Hut als erstes, dann hast du ja wahrscheinlich auch andere junge Menschen kennengelernt, hast dich mal verliebt oder wie war dein Leben dort? Wie muss man sich das vorstellen?

33:54
Invité

Ich kam ja aus dieser behüteten Umgebung und auf einmal bin ich voll auf mich alleine gestellt. Ich habe noch nie alleine gelebt und das erstmals in Amerika, in einem Land, wo ich nicht mal die Sprache fließend gesprochen habe. Ich musste ja erst mal Englisch richtig lernen. Das habe ich dann durch Filme und Untertitel und all das gemacht. Ich musste ja erst mal zurechtkommen mit einer fremden Sprache. Es war gar nicht so einfach. Ich bin da sehr naiv, auch wie ich in meinem Leben generell so war und vielleicht heute noch bin, bin ich darüber gegangen. Und da ging es ja darum, eine Autoversicherung abzuschließen, auch die richtige Autoversicherung.

Ich hatte irgendwann mal einen Autounfall und ich war für 500.000 Dollar versichert, also Personenschaden. Und die Dame hatte irgendwie dann einen schweren Nacken und hat mich auf drei Millionen verklagt. Und meine Sorge war, wie cover ich die zweieinhalb, wenn ich diesen Prozess verliere. Und ich habe ihn Gott sei Dank nicht verloren und musste dann… Aber allein einen Prozess führen? Du musst den Anwalt suchen? Ja, natürlich. Wie macht man das alles? Das sind alles Dinge, die musste ich dort lernen. Da war kein Papa, keine Mama, kein Onkel, kein Bekannter, kein Freund. Das sind alles Dinge, da musste ich alleine in meinem Leben zurechtkommen.

Ich muss dann Trainerstunden geben, ohne dass ich eine Arbeitslizenz habe und das irgendwie so ein bisschen… Sorry, ich will jetzt nicht offiziell über Schwarzarbeit hier reden. Aber es ist, glaube ich, verjährt jetzt inzwischen. Das ist ja länger als 25 Jahre her, glaube ich. Und aber das sind… Trump hätte dich rausgespürzt. Ja, Trump hätte… Bei Trump hätte ich damals… Obwohl, nein, der sagt ja selber, er möchte ja diese Leute halten, die dort studieren. Die guten Ausländer. Trump hätte mich wahrscheinlich… Genau, für ihn wäre ich ein guter Ausländer gewesen. Also er hätte mir wahrscheinlich eine Green Card gegeben. Aber mal schauen, was er tut. Aber nein, das sind so Dinge, die…

Ja, damit musste ich zurechtkommen, mich im Leben zurechtzufinden, so nah starte ich. Aber das Schöne ist auch, ich habe diese Freiheit genossen. Das muss man ganz ehrlich sagen. Ich habe zum Beispiel in Deutschland einen Motorradführerschein gemacht. Ja, und mein Problem war, ich konnte mir eigentlich kein Motorrad kaufen, weil zu der Zeit, bevor du eine große Maschine fahren musstest oder durftest, musst du, glaube ich, erst mal auf einer 250er etc. zurechtkommen. Und dann bin ich nach Amerika gegangen und was habe ich mir geholt? Ein 900er Superbike, eine CBR. Mit meinem ersten Geld, was ich verdient habe, haben wir gleich mal ein Motorrad geholt.

Was ich aber übrigens nicht bedacht hatte, ist, dass da was passiert, wenn es dort regnet. Und wenn es in Miami oder in Florida regnet, dann regnet es. Da fährst du auch kein Motorrad. Da stehst du erst mal eine Stunde oder zwei. Und ja, aber ich hatte jahrelang nur ein Motorrad dort. Also auch das Motorradfahren teilweise ohne Helm. Du hast ja nicht mal Helmpflichten, Florida. Also diese Freiheiten habe ich sehr geschätzt, habe ich sehr genossen auch. Aber klar, es war etwas, was ich damals als 20-Jähriger, 21-Jähriger mir selbst vielleicht auch beigebracht habe. Diese Selbstständigkeit. Und das würde ich heute auch jedem empfehlen. Ich glaube, das ist etwas, das habe ich extrem genossen.

36:50
Présentateur

Aber nochmal, wie war dein Leben? Also das, wie kommt man da zurecht? Du bist dann in einem fremden Ort. Du musst ja von A nach B kommen. Du musst dich doch komplett selbst organisieren. Bist du weggegangen am Abend? Hast du Partys gemacht? Oder wie muss man sich das vorstellen?

37:04
Invité

Jaja, ist also eine gute Frage. Also man kommt erst mal dorthin. Miami, Uniparty, wie geht das überhaupt? Natürlich bin ich jeden Abend mit meinem Kumpel ausgegangen und bin dann morgens in die Schule. Aber das durch die Schule durchkommen, hatte ich ja vorhin schon so ein bisschen berichtet. Das war ja etwas, das hatte ich ja schon in Bretten bei Karlsruhe geübt und habe das dann auch geschafft zu der Zeit. Und ich habe es auch in Florida geschafft und ich habe halt auch jedes Jahr dieses Stipendium bekommen. Das bekommst du in Amerika vielleicht sehr interessant. Bekommst du ja nur vier Jahre. Und dann hast du deinen Bachelor.

Und habe den Masters dann deshalb machen können, weil ich so eine Assistantship angenommen habe in der Uni. Und war dann, das war auch in Miami, ja. Und dann habe ich ein Assistantship dort angenommen und war dann für das ganze Thema Student Activities verantwortlich. Also habe dann quasi mit Schülern und Studenten habe ich Touren gemacht nach Disneyland und auch in die Everglades. Und ich war ein Tourguide. Also das ist was anderes.

38:09
Présentateur

Der Deutsche, der den Amerikanern Florida zeigt.

38:11
Invité

Der den amerikanischen Studenten Florida zeigt und in Disney World. Also glaub mir das. Ich weiß nicht, aber damit. Also die Schule hat mich dafür bezahlt, dass ich diese Student Activities quasi nicht leite, sondern dort begleite. Und dafür habe ich dann mein Masterstudium bezahlt bekommen. Also man darf sich das auch... Disney World ist in Orlando, oder? Disney World ist in Orlando, genau. Da sind wir da mit Bussen von Miami. Ich habe das alles organisieren müssen. Und dann sind wir von Miami nach Disney World. Und das Masterstudium ging anderthalb Jahre, fast zwei Jahre. Und dann habe ich dann meinen Master abgeschlossen. Aber du hast recht.

Ich meine, das Leben in Florida, du musst es dir so vorstellen, da scheinen halt einfach 300 Tage die Woche die Sonne. Vielleicht sogar noch mehr. 320, 330 Tage wachst du auf und du siehst Sonnenschein. Und das ist etwas, was mich so glücklich gemacht hat in meinem Leben zu der Zeit. Ich war ja dann insgesamt fast zehn Jahre drüben. Und das war einfach... Mein Leben war... Ja, das war von Anfang an ein Traum.

39:09
Présentateur

Aber du musstest ein bisschen diszipliniert bleiben, auch um dein Stipendium aufrechtzuerhalten. Also du konntest jetzt nicht Vollgas geben und völlig abgleiten in die Miami-Szene sozusagen. Oder irgendwie bei CSI Miami irgendwann gefunden zu werden. Sondern alles so ein bisschen mit Waage, aber so, dass du es genossen hast.

39:28
Invité

Absolut. Ich musste Performance bringen. Ich musste diese Leistung bringen. Und das ist ja auch das Spannende in Amerika. Du bekommst ja ein Stipendium, damit du Tennis für deine Universität spielst. Dann bist du ja auch als Tennisspieler mehr oder weniger Repräsentant dieser Universität. Deshalb machen die es, weil sie im Marketing eine Außenwirkung haben möchten. Sie möchten mit dieser Sportart, die du vertrittst, möchten sie Titel gewinnen. Also in Amerika geht es immer nur ums Gewinnen. Ich habe jetzt meinen Neffen, der studiert in Kalifornien und der ist gerade an der Uni dort und hat mir als erstes erzählt, dass dieser Druck vom Coach, ja, da geht es nur ums Siegen.

Wenn er verliert und 3-0 im zweiten Satz zurückliegt, dann geht der Coach von der Bank und verabschiedet sich von ihm. Und das ist etwas, dieses, du musst gewinnen und du musst Leistung bringen und du musst überzeugen und du vertrittst aber auch jemanden und stehst für bestimmte Werte ein. Das ist etwas, was ich da drüben tagtäglich erfahren durfte. Und ich wusste auch, wenn ich diese Leistung nicht bringe, dann geht es für mich ganz schnell zurück nach Deutschland.

40:37
Présentateur

Wie stolz bist du nachträglich darüber, dass du das eigentlich selbst alles erarbeitet hast?

40:43
Invité

Ich glaube, ich habe etwas getan, was meine Eltern eigentlich, die wollten was anderes für mich. Und ich bin meinen eigenen Weg gegangen. Ich habe auf eine Empfehlung von einem Freund gehört und habe mich dazu entschieden, etwas zu tun, wo ich familiär keinen Support hatte. Und ich glaube schon, dass das etwas ist, diesen Mut, dort hinzugehen. Du verlässt ja deinen Freundeskreis, du machst was ganz anderes, du bist weg. Damals waren ja auch die Kommunikationswege. Eine Minute nach Deutschland telefonieren hat 4 Dollar gekostet. Also du kannst dir vorstellen, ein 10-minütiges Gespräch mit 40 Dollar, hast du auch kaum nach Hause telefoniert, weil es war sehr teuer.

Also sprich, es war schon, du hast auf einmal eine riesen Distanz gehabt. Und ich glaube, der Mut und diesen Schritt zu gehen, das war etwas, wo ich heute sage, wow, wie wichtig ist Mut? Ich glaube schon, das Mut zur freien Entscheidung, und das ist ja etwas, was wir heute unseren Kindern versuchen abzunehmen, dass das schon extrem wichtig ist. Ich glaube, das ist ein ganz entscheidender Aspekt in deinem Leben, dass du dein Leben selbst gestaltest und selbst prägst. Und das habe ich damals mit 20 gemacht für mich, weil ich den eigenen Weg gehen wollte.

Und ich glaube, das ist auch etwas, wo ich als Vater heute so diesen Zwiespalt habe, wie weit lässt du, und das kennst du auch bei deiner Tochter, wie weit lässt du deine Kinder gehen? Und eigentlich weiß ich, ich muss diesen Weg auch bei meinen Kindern gehen, dass ich sie freigestalten lassen muss, weil für mich war das gut. Ja, und ich bin froh, ich durfte das machen. Und meine Eltern, die ja kein Englisch konnten, die konnten da nicht intervenieren, weil sie das auch gar nicht umrissen haben, was ich da überhaupt mache. Und die haben auch nicht umrissen, in welcher Gefahr ich mich befand.

Und als Elternteil ist man da immer sehr besorgt um die Kinder, und man lässt sie vielleicht nicht frei entscheiden.

42:42
Présentateur

Studium fertig, Master fertig, wie ging es dann weiter in Amerika?

42:46
Invité

Studium fertig, Master fertig, und dann bekommst du ja, nachdem du den Master beendet hast, bekommst du ja erst mal so eine Art Green Card dort. Und darfst ein Jahr dort arbeiten. Und das habe ich dann auch erst mal für mich wahrgenommen. Ich habe dann so ein paar kleine Jobs genommen, ich hatte eine offizielle Arbeitserlaubnis, und habe dann so ein bisschen rumgejobbt, habe ein bisschen als Vertriebler gearbeitet, habe als Tennistrainer gearbeitet. Was hast du vertrieben? Wir haben tatsächlich, ich habe tatsächlich angefangen mit E-Mail-Marketing-Leistungen. Und zwar habe ich über Freunde, bin ich an ein Unternehmen gekommen, welches E-Mails, E-Mail-Adressen verkauft hat.

Und ich habe im Prinzip, habe ich da als Vertriebler angefangen, das hat sich natürlich die Amerikaner verkauft, und die ja alles großartig. Ja, die erzählen dir erst mal, oh, this is a fucking dream job you have now, you can make millions here, and you have to learn how to sell.

Und dann habe ich angefangen, E-Mail-Adressen mehr oder weniger zu verkaufen, habe Unternehmen angerufen, habe eine Liste von gefühlt 5000 amerikanischen Unternehmen bekommen, saß in so einer kleinen Kabine, habe den Telefonhörer abgenommen und habe denen erst mal erzählt, dass diese E-Mail-Adressen, und mit diesen E-Mail-Adressen kann er richtig viel Geld verdienen und habe quasi E-Mail-Marketing-Kampagnen damals für so eine E-Mail-Agentur verkauft. Und da hat mich ein Freund angerufen.

44:21
Présentateur

Mit wem hast du denn da gesprochen? Also du rufst beim Unternehmer, du musst ja erst mal wissen, wer der Ansprechpartner ist, der scharf drauf ist auf deine E-Mail-Adressen, oder?

44:31
Invité

Also du hast den normalen Marketing-Director angerufen, da bei dem Unternehmen, bist dann rausgegangen, hast dann gesagt, hey, hör zu, wer arbeitet dort? Und jetzt kommt mein ersten Deal, den ich gemacht habe, war irgendwo in Kalifornien ein Unternehmen, es ist jetzt keine Floskel, auch nochmal, wahre Story, der Typ hieß Joe Smith von sex.com. Und ich habe ihm E-Mail-Adressen verkauft, für was? Ja, Viagra natürlich und für andere. Also damals hat man, was waren die ersten E-Mail-Kampagnen, die in den 90ern? Viagra wurde damals extrem viel versendet, Sex-Toys und auch viele andere Themen.

Und ich habe tatsächlich E-Mail-Kampagnen in dem Bereich als Anfang, Mitte 20 oder Ende Mitte 20-Jähriger verkauft und habe so mir ein paar tausend Dollar im Monat, aber nicht nur für sex.com, sondern wir haben dann auch andere Firmen, Amerika Versicherungsunternehmen angerufen, Anwälte und alles drum und dran. Und du hast halt diese Adressen für sehr viel Geld an Endkunden verkauft. Du hast das Gefühl für 100 Dollar, so ein Peter Schills at Yahoo.com zum Beispiel. Und da hast du dann angeschrieben mit deiner Marke sex.com, empfiehlt irgendein Sextoy oder ohne jetzt auf Sex zu kommen, gehen wir auf was anderes zum Beispiel. Wir empfehlen irgendeine Hausratsversicherung von Geico oder sowas.

Und die Kunden haben sich damals ja noch gefreut am Anfang, dass sie E-Mails bekommen. Und so haben die halt, haben die für 100 Dollar so eine Diskette mit Adressen, mit Millionen Adressen, haben sich einen Surfer in ihr Wohnzimmer gestellt, also irgendeinen normalen Surfer und haben dann die ersten E-Mailings rausgehauen mit Werbung für Kunden. Also das waren Amerika. Die Amerikaner, wo das Spannende über Amerika ist, die sind sehr schnell. Also es gab gerade mal E-Mail-Adressen und die haben halt sofort gewusst, wie können sie das kapitalisieren und haben sofort einen Geschäftssinn drin gesehen. Und das hast du halt sofort. Amerika, wir sind ja in Deutschland Lade Adapter.

Die Amerikaner sind bei allem, was sie tun, viel, viel schneller. Und so haben sie halt dieses Thema schnell kapitalisiert, schnell Geld verdient und hatten dann eine Sales Force. Wir waren damals 100 Leute, das musst du dir mal vorstellen, die alle Vertrieb gemacht haben und unterschiedliche Unternehmen angerufen haben. Und du bist natürlich auch da, der Vertrieb war ganz einfach. Wenn du Geld verdienst, darfst du bleiben. Wenn du kein Geld verdienst, bist du weg. Also ich wusste genau, wenn ich denen jetzt keine Umsätze bringe mit Unternehmen, dann wäre ich auch drei, vier Tage später schon wieder entlassen worden. High and fire. High and fire.

Also das ist auch so eine Mentalität, die habe ich dann auch relativ früh, aber es war damals okay. Ich bin dann zur nächsten Adresse und hatte wieder einen Job. Und das war etwas, das habe ich da auch früh kennengelernt als Vertriebler. Entweder du verkaufst oder du bist weg.

47:21
Présentateur

Also dort hattest du, wenn ich das richtig verstehe, zum ersten Mal dann auch Kontakt, also engeren Kontakt zu der Welt, in der du groß geworden bist, oder in der du Karriere gemacht hast, dann praktisch digitales Marketing, um es mal ganz grob zu umfassen.

47:37
Invité

Das war Ende der 90er tatsächlich der erste Kontakt und da kann ich auch gleich einen Bogen spannen. Und der zweite war dann, als ich dann meinen Master's beendet habe, habe ich ja vorhin ganz kurz erwähnt, ich habe Finance und E-Commerce studiert. Das war eigentlich einer der ersten Studiengänge für E-Commerce, aber mein Vater hatte ja ursprünglich mal andere Pläne für mich. Also bevor ich nach Amerika ging, war es ein großes Ziel, ich soll zur Sparkasse gehen und eine Banklehre machen. Das wollte er eigentlich. Jetzt hatte ich das große Glück, dass ich mich bei der Sparkasse, beim Kumpel von meinem Papa, beworben habe dann mit 20 und ich wurde abgelehnt.

Die wollte mich nicht als Banklehrling. Aber Papa wollte, dass ich für eine Bank arbeite. Also, ich hatte damals einen Freund, der war bei Mary Lynch in Frankfurt als Investmentbanker tätig und nach meinem Masterstudium hat er gesagt, dann kommt zu uns, ich helfe dir dort ein Praktikum zu machen, was dann in den Job übergeführt werden kann. Ja, und dann bin ich nach Frankfurt, nach diesem ganzen Salesjob, was ich in Amerika hatte, bin ich nach Frankfurt gegangen, zu Mary Lynch und habe dort ein Praktikum gemacht. Und war quasi mehr oder weniger Assistant Investmentbanker dort.

Und zu der Zeit habe ich tatsächlich auch für mich gelernt und festgestellt, das ist natürlich ein Leben, auch dieses Bankerleben und auch das, wo ich wieder rein projiziert wurde von meinem Vater, das wollte ich nicht. Ich wollte irgendwie mein eigenes Schicksal in die Hand nehmen und nicht irgendwas tun, was sich jemand anders für mich vorstelle. Ich habe mich in der Position des Bankers nie wohl gefühlt. Ich habe es dann nur für meinen Vater gemacht, dass der happy ist, dass ich dort bin. Aber mir hat der Job keinen Spaß gemacht.

Und dann rief mich ein Freund auch wieder aus den USA an und sagte zu mir, du hör mal zu, ich habe gerade meine E-Mail-Marketing-Firma verkauft und für eine Unsumme, die kann ich hier gar nicht nennen. Ich baue jetzt ein neues Unternehmen auf und suche da noch ein CFO, kommst du wieder nach Amerika zurück und machst mit mir eine Art Digital-Marketing-Firma auf. Und ich habe ja schon erste Erfahrungen im Vertrieb des E-Mail-Marketing gemacht und fand diesen Bereich des Digital-Marketing, damals hat man Online-Marketing, E-Mail-Marketing dazu genannt.

Man darf ja nicht vergessen, Google gab es ja zwar schon zu der Zeit, wurde ja 1999 gegründet, aber Google AdWords kam ja erst fünf, sechs Jahre später, dass sie Anzeigen verkauft haben. Und so bin ich wieder rübergegangen und habe mit meinem Freund dann quasi mehr oder weniger diese Firma dort gegründet. Wie hieß die? Leadcreations.com und One-to-One Interactive. Was habt ihr da gemacht genau? Ja, wir haben Leads generiert. Also das war wirklich der Anfang der klassischen Lead-Generierung. Also wenn du es mal heute so sehen würdest, ich glaube, heute wird man Affiliate-Marketing-Firma dazu sagen.

50:35
Présentateur

Aber was genau habt ihr gemacht? Also für was stand deine Firma?

50:39
Invité

Also wir haben, damals gab es ja schon Webseiten. Also es war die Zeit der ersten Webseiten und wie die Amerikaner auch E-Mail-Adressen generiert hatten und Webseiten, hat man schon Banner und Werbemittel und Werbung auf Webseiten geschaltet. So und wir haben quasi über Banner-Werbung und haben wir für Unternehmen quasi Werbung geschalten und haben dann zum Beispiel gesagt, Hey, hört mal zu, lieber, also auf dieser Banner-Werbung stand, Peter Schales Anwälte. So, hast du einen Unfall gehabt? Dann ruf doch Peter Schales an.

Ja, so und da haben die Konsumenten auf dieser Webseite, da hat er auf diesen Banner geklickt und dann gab es eine Landingpage und da war die Telefonnummer von Peter Schales, dem Anwalt. Hey, ich hatte einen Unfall und dann konntest du da anrufen oder wir hatten sogar eine Registrierungsseite dazwischen geschaltet und haben das dann programmiert. Weil Programmieren habe ich so ein bisschen an der Uni gelernt, aber frag mich heute, kann ich das überhaupt nicht mehr? Also in meinem E-Com-Studium und dann haben wir dann diese Webseite programmiert.

51:39
Présentateur

Also ihr habt praktisch, nur dass ich es verstehe, ihr habt geschaut, welche Webseiten sind sehr populär oder haben, wo ist viel Traffic droben sozusagen? Und denen habt ihr dann angeboten, auf diesen Seiten sozusagen Werbung zu schalten und die Werbung wiederum habt ihr verkauft?

51:54
Invité

Genau so ist es. Wir haben dann für diese Kunden diese Werbung verkauft oder wir haben dann auch genau für diese E-Mail-Adressen, die ich ja vorhin erzählt hatte, wo man ja Disketten mit E-Mail-Adressen kaufen konnte. Und wir haben dann auch über E-Mail-Marketing mehr oder weniger an Anwälte, an Versicherungsunternehmen. Super spannender Bereich, dann auch später für Baufinanzierungsleads, also für Banken. Und es war dann interessant, weil im Jahr 2003 hat Folgendes angefangen. Es war ja gerade die Zeit, wo diese Blase, diese Bubble geplatzt ist. Und also diese Dow Jones und der neue Marktblase.

Nasdaq ist damals das erste Mal explodiert, weil Intershop und viele Firmen dann nicht mehr wirklich so funktioniert haben. Und wir haben dann angefangen für große Unternehmen, da gab es eine Webseite, die hieß Landingtree.com und die hat Baufinanzierungsleads generiert und hat diese Baufinanzierungsleads an Banken in Amerika verkauft. Und wir haben dann über Banner Advertising, genau über diese Webseiten, wo wir dann hingegangen sind, aber auch über E-Mail-Adressen und ich weiß schon gar nicht mehr über alle Online-Marketing-Wege, die zu der Zeit irgendwie zur Verfügung standen, haben wir Leads generiert für diese Banken, damit Menschen ihre Kredite refinanzieren.

So ist es wie die Interhub praktisch. So ist es. Und wir haben halt dann diese Kredite mit einer Marge an die Banken verkauft. Das heißt, wir haben die dann zwischengeschaltet und haben die Daten, diese Leads dann für drei Dollar generiert. Wir haben dann einen Deal mit den Webseiten gemacht, mit den E-Mail-Anbietern und allem, haben an ein Euro denen gegeben. Wir haben selber zwei Euro dann für die Generierung bezahlt und haben sie dann für vier Euro verkauft. Also es war so ein typisches Maklergeschäft, was wir mehr oder weniger gemacht haben.

53:53
Présentateur

Klingt jetzt aber bei den Summen noch nicht so lukrativ oder hat es sich gelohnt?

53:57
Invité

Ja, wir haben zu der Zeit tatsächlich dann nach neun oder zehn Monaten hatten wir schon fast 10 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Also ist relativ schnell gewachsen im Jahr 2003 diese Firma. Und war das auch in Miami? Es war in Miami, Florida. Da bin ich dann rübergegangen und wir haben dann mit der ersten Firma, es waren zwei Freunde von mir, wir haben dann die ersten Leute eingestellt, haben da tatsächlich mehr oder weniger so eine kleine Online-Marketing-Lead-Generierungs-Agentur gegründet. Die wurde dann ja immer professioneller, immer größer und ist dann irgendwann nach anderthalb Jahren auf fast 40 Millionen Dollar Umsatz gewachsen. Ich war da nur beteiligt, muss man sagen.

Ich hatte, ich glaube 15, 20 Prozent. Die restlichen 80 hatten meine beiden Partner, die den Laden gegründet haben. Und so nach zwei Jahren habe ich mich dann dazu entschieden, meine Anteile zu verkaufen und die haben mir das dann angebunden. Die haben jetzt bei sowas relativ schnell und haben dann zu mir gesagt, hey, möchtest du deine Anteile verkaufen? Und ich habe natürlich noch geprägt aus dieser Bubble, die der neue Markt und der Nerstag so gebracht haben, auch wieder auf Anraten meines Vaters. Der hat gesagt, spinnst du? Du hast jetzt so ein Unternehmen, wo du da beteiligt bist. Jetzt kannst du da Geld dafür bekommen.

Das war damals auch noch eine überschaubare Summe, sehr viel Geld, aber trotzdem überschaubar. Im Vergleich zu dem, was da für Gelder bezahlt wurden, habe ich dann meine Anteile. Sagen wir es mal so, es war eine siebenstellige Summe, aber nicht niedrig, sondern eher im mittleren, hohen Bereich. Aber es war damals für mich als, also du musst dir mal überlegen.

55:41
Présentateur

Das wäre auch heute noch eine angenehme Summe, mal davon abgesehen, oder?

55:45
Invité

Obwohl die Freunde, mit denen ich das gegründet habe, die hatten ja davor schon Firmen verkauft und die waren dann tatsächlich schon, der eine hat fast 100 Millionen für seine erste Firma bekommen. Das musst du dir vorstellen. Also wir reden hier in Amerika wirklich, das ist nochmal ein ganz anderer Markt, ein ganz anderes Storing, eine ganz andere Welt. Und das war für mich eine Erfahrung, also innerhalb von anderthalb, zwei Jahren mit zwei Freunden so ein Unternehmen aufzubauen, was sich auf Lead-Generierung spezialisiert.

56:15
Présentateur

Aber habt ihr da nicht auch Coder gebraucht oder Leute, die irgendwie die ganze Software irgendwie aufstellen? Wie muss man sich das vorstellen? Also wie baut man sowas auf und dass es so erfolgreich wird?

56:24
Invité

Eigentlich total easy. Ich habe ein bisschen programmiert. Wir hatten, wir waren drei Leute. Da hatten wir so ein, das kannst du gar nicht Programmierer nennen, ja, aber ja, nenn es mal Programmierer. Da haben wir uns da ein paar Server hingestellt. Da haben wir zwei Vertriebler eingestellt. Also im Prinzip war das alles aus dem Cashflow von meinem Kumpel finanziert, eigeninitiiert und nichts Großes am Anfang. Also wirklich total mehr oder weniger aus einer Garage heraus, ja, wie man sich das in Miami, wie man sich das in Amerika auch so vorstellt, haben wir unsere erste Firma gegründet und groß gemacht, ja. Und nein, wir hatten nichts Komplexes.

Wir hatten nichts, wo ich heute sagen würde, wow, wenn ich mir anschaue, wie einfach. Wir hatten so Landingpages. Also was ist eine Landingpage? Wenn du auf einer Webseite bist und du klickst irgendwie hin und dann kommt eine andere Seite.

57:22
Présentateur

Da, wo man landet.

57:22
Invité

Das war ganz einfach. Und auf dieser Landingpage konntest du, da waren Felder zur Registrierung und da konntest du dich eintragen, ja. Und so haben wir Daten generiert von Menschen und haben diese Daten dann verkauft dort. Und das nannten wir Leads, ne. Also, und das war die klassische Lead-Generierung, Lead-Creations, ne. Und super spannend, aber...

57:49
Présentateur

Und du hast dann auf jeden Fall praktisch, du bist ausbezahlt worden, hast was bekommen, warst plötzlich Millionär. Ja, was macht man dann?

57:58
Invité

Ja, das war tatsächlich so ein Thema. Ich habe es ausbezahlt bekommen und ich habe verkauft unter der Prämisse, weil ich ein bisschen Schiss hatte, dass es nicht mehr so weiterläuft. Ja, ich hatte echt Angst. Ich habe gedacht, das kann jetzt alles nicht wahr sein. Es läuft eigentlich viel zu gut. Ja, man muss dazu sagen, dass dieses Unternehmen dann die nächsten Jahre, und es ist echt schön, ist immer größer geworden, ja. Also, ob die heute noch aktiv sind, kann ich ja gar nicht mehr so sagen. Aber mein Plan war dann nach fast zehn Jahren Amerika, ich war 30 Jahre alt zu der Zeit. Und mein Plan nach zehn Jahren Amerika war, 29 war ich, und war, wieder zurück nach Deutschland zu gehen.

Zumindest ein Jahr. Ich meine, meine Eltern habe ich kaum gesehen. Ich habe vorhin auch davon berichtet, dass die Kommunikationswege nach Amerika, die waren nicht so einfach, wie man sich das heute, wie das heute ist, dass man WhatsApp oder Videotelefonie hatte. Also, ich meine, ich habe meine Eltern...

58:48
Présentateur

Aber die Telefongespräche konntest du dir jetzt leisten.

58:51
Invité

Ja, jetzt auf einmal. Und dann bin ich zurück. Ja, das musst du dir mal vorstellen. Eigentlich ist super schade, ne. Und dann bin ich eigentlich nur, ich wollte nur eine Zeit lang zurückgehen. Ich habe mich dazu entschieden, eigentlich wollte ich ein paar Monate zurückgehen. Und dann bin ich zurückgekommen. Ein paar Leute wussten, was ich in Amerika gemacht habe. Und ich durfte auf ein paar Kongressen reden. Ich war als Speaker eingeladen. Ich war zu Abendessen eingeladen. Ich sollte allen so ein bisschen erzählen, was ist denn das Online-Marketing überhaupt?

59:18
Présentateur

Du warst praktisch jemand, der in einem völlig neuen Markt, also für Deutschland...

59:25
Invité

Für Deutschland total neu.

59:26
Présentateur

...völlig neuen Bereich, einer der wenigen war, der Erfahrungen hatte damit und der das wirklich nachweisen konnte.

59:33
Invité

Absolut. Also das war wirklich so. Aber es war spannend. Das hört sich jetzt so spektakulär an. Ich wurde tatsächlich extrem beäugt. Und jeder, ich habe natürlich nicht erzählt, also hier habe ich heute tatsächlich zum ersten Mal eine Ballpark-Nummer gegeben, was ich da verdient habe. Also es wusste damals niemand. Ich habe natürlich nicht offen über irgendwelche Payouts gesprochen oder auch über meine Erfahrungen. Und ich wurde eher kritisch gesehen, weil die Leute gesagt haben, was der da macht, das kann doch nicht wahr sein. Das kann doch nicht funktionieren. Wir Deutschen haben das Thema nicht mit offenen Armen 2004, 2005 begrüßt.

Also das Digital-Marketing und auch alles, was es mit sich gebracht hat, wir haben sehr spät angefangen, das anzunehmen. Und ich war dann irgendwann mal in München bei einem Abendessen, was sehr spannend war, und habe mit Freunden hier, die ich dann auch über die Branche kennengelernt habe. Und einer sagte zu mir, hey, wäre das eine Idee für dich, dieses Thema der Lead-Generierung in Deutschland umzusetzen und einzuführen? Ich bin in dem Jahr, glaube ich, gerade 30 geworden und ich habe mir das sehr einfach vorgestellt. Ich habe gedacht, naja, also ich habe jetzt hier mit dem, wo ich da abends beim Abendessen war, den habe ich dann auch versucht, gleich zu akquirieren.

Das ist ja quasi, wenn ich jetzt hier eine Firma gründe und das Thema Lead-Generierung in Deutschland umsetze, soll er Geschäftsführer werden. Wir stellen hier zwei Leute ein und mein Plan war, immer wieder nach Amerika zurückzugehen. Ich wollte gar nicht für immer in Deutschland bleiben. Ich wollte ja eigentlich nur eine Auszeit nehmen. Das war der erste Teil von Lebenslauf unzensiert mit André Souillet. Im zweiten Teil erfahren wir, wie André Performance-Marketing nach Deutschland bringt und sein ganzes Leben nach der Rückkehr aus den USA erstmal super zu laufen scheint, bevor ein schwerer Schicksalsschlag alles verändert.

Das war Lebenslauf unzensiert, Host Peter Schels, Leitung, Produktion und Redaktion Anna-Maria Brandt, Aufzeichnung, Video und Audio Anna Pesch, Grafik und Animation Laura Heck, Sarah Foggenreiter und Verena Obermeier, Postproduktion Fabian Prager.

1:01:53
Présentateur

Eine Produktion von Aldente Entertainment.

Als Tenniscrack ins Crackviertel – André Soulier in "Lebenslauf Unzensiert" – TEIL 1 · Pourquijevote